Wings for life World run in Wien 2016 – running for those who can’t.

Fam. Lang in Wien

Am 8. Mai 2016 machten wir (ich, Papa und meine Schwester Laura) Mama ein besonderes Muttertagsgeschenk. Wir starteten gemeinsam in Wien beim WINGS FOR LIFE WORLD RUN. Dabei hat sich Papa vorgenommen, mit mir noch einmal im Chariot (anstatt dem Rollstuhl – für mich bequemer und leichter zu schieben) eine längere Strecke zu laufen.Das Besondere an diesem Lauf ist, dass es sich dabei um einen Charitylauf zugunsten der Wings for Life Stiftung für die Rückenmarksforschung handelt und jeder solange läuft, bis man von einem Catcher Car eingeholt wird.Bereits am Vortag wurde alles zusammengepackt. In der Früh merkte ich, dass etwas Besonderes los war, sodass ich vor Aufregung nicht viel frühstücken wollte (das natürlich den Plan meiner Eltern etwas durch einander warf). Die 2 Stunden Autofahrt war recht lustig, wir hatten ja noch zusätzlich Begleiter mitgenommen, die ständig nach Pausen riefen. Geparkt wurde dann direkt vor dem Schloss Schönbrunn und unsere erste Challenge war die richtige U-Bahn zum Karlsplatz. In der Mittagshitze angekommen, es hatte in Wien an die 25 Grad, holten wir mal unsere Startnummern und wurden mit knallgelben Lauf T-Shirts ausgestattet.

Auch ich bekam extra ein XS T-Shirt. Im Park nutzten wir noch die Wartezeit, um mir das  mitgebrachte Mittagessen und genug trinken zu geben, denn Papa sagte zu mir: „Wegen dem Trinken bleiben wir nicht stehen!“. Sonnencreme war auch noch wichtig und natürlich viele Fotos.

Ca. 45 min vor dem Startschuss, ging’s zum Startblock, ansonsten hätten wir keinen Platz mehr bekommen bei dieser Menschenmenge (14.000 Läufer). Dort vertrieben wir uns die Warterei mit Trinken, nochmal ein wenig aus dem Chariot rausheben und Plaudereien. Endlich 13 Uhr, in 34 Ländern fiel zu gleicher Uhrzeit der Start für unseren ersten Wings for life world run.

Papa war ziemlich schnell mit mir und musste sich 4 km lang den Weg durch die Menge suchen, was mit meinem Chariot nicht so leicht war, um auch keinen Läufer zu überfahren. Mama hängte sich hinter uns rein. Immer wieder wurde meine Sonnenbrille während dem Laufen gerichtet und die Zuschauer feuerten uns an. Mir gefiel diese Atmosphäre und ich konnte den Lauf juchzend genießen. Einige Läufer wollten sogar mit mir mitfahren bzw bewunderten Papa für seine Ausdauer.

Bei den Labstationen hatte ich ein wenig  Angst, dass ich kein Getränk über meinen Kopf bekomme – aber alles ging gut. Wir liefen über die Mariahilfstraße, die ganze Praterallee runter bis über die Reichsbrücke. Laura schaffte es sogar mit Onkel Andi uns an drei verschiedenen Stellen anzufeuern.

Da, nach 20 Kilometer und 1 Stunde 47 Minuten überholte uns das Catcher Car und unser Rennen war somit zu Ende. Meine Eltern waren noch nie soweit gelaufen und schon gar nicht mit mir. So war die Freude riesen groß und wir trafen uns alle wieder am Karlsplatz, um nach einem gemeinsamen Essen die Heimreise anzutreten.
Ein Bericht von Sonja Lang

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