Mademoiselle Sophie in Paris – eine Rett-Familie auf Reisen

Im Dezember 2022, am verlängerten Wochenende, bin ich mit meiner Mama Martina und meinem älteren Bruder Philipp mit dem ÖBB Night Jet um 19 Uhr 35 von Wien Meidling nach Paris Ostbahnhof gefahren. Die Fahrt hat über 14 Stunden gedauert. Da Mama vier Sitze gebucht hat, die ausziehbar waren, hatten wir auch die Möglichkeit während der Fahrt zu schlafen.

Ich war voll aufgeregt, das ich mit Mama und meinen Bruder ein so große Reise unternehmen durfte.  Mama hat vorgesorgt und hat für uns alle ein Lunchpaket mitgenommen. Am nächsten Tag konnten wir uns im Speisewagen ein Frühstück holen.

Am späten Vormittag sind wir in Paris angekommen.  Vom Ostbahnhof sind wir mit dem barrierefreien Bus zu unserer Unterkunft in die Jugendherberge gefahren.

Dort angekommen haben wir im UCPA Sporthostel eingecheckt, das war gänzlich barrierefrei und haben dieses gleich erkundet. Am nächsten Tag nach einem guten, französischen Frühstück mit Croissant, Baguette mit Butter und Saft, ging es als erstes mit der barrierefreien S-Bahn in die Pariser Metropole.
Als erstes stand die Sehenswürdigkeit Arc de Triomphe auf dem Plan bei unserer Tour durch Paris.

Wusstet ihr das der Arc de Triomphe knapp 50m hoch ist und über eine Aussichtsplattform verfügt? Die wir aber nicht besuchten, weil diese nicht barrierefrei ist.

Danach ging es weiter zum Eiffelturm. Die lange Wartezeit vertrieb ich mir mit einem kleinen Tänzchen. Leider half dies nicht die Zeit bis zum Einstieg in den Lift zu verkürzen.
Nach einer Stunde stand ich mit meiner Familie vor dem großen Eiffelturm und wir durften endlich als erstes in den Lift einsteigen.
Wusstet ihr, dass ein Lift bis zur zweiten Etage in 115,70 Metern oder 704 Stufen führt?  In der zweiten Etage kann man in einem anderen Lift umsteigen. Dieser bringt den Besucher bis zur Spitze des Eiffelturms und das ist sehr hoch, denn der Eiffelturm ist 330 Meter hoch.

Wir waren auf der zweiten Etage und hatten einen wunderschönen Ausblick auf Paris. Auf dieser Etage gibt es ein Resteraunt und einen Souvenirladen. Die Angestellten waren sehr hilfsbereit zu uns und halfen uns mit dem Buggy. Leider mussten wir bald wieder hinunter, da es Abend wurde.
Wir machten noch einen Abstecher auf den Kai der Seine zum Louvre mit seiner Glaspyramide. Dieser war in der Abendlichen Stimmung besonders schön anzusehen.

Wusstet ihr, dass das Louvre Kunstmuseum 1793 eröffnet wurde und 380.000 Werke umfasst? Darunter sind die, französischen Kronjuwelen in der Apollon Galerie ausgestellt.

Am dritten und letzten Tag, nach noch einem französischen Frühstück, wurde unsere Sightseeing-Tour zum Montmartre zur Sacre-Cour vervollständigt. Da der Aufstieg sehr hügelig war, hat Mama meinen Buggy schon kräftig schieben müssen. Oben angekommen wurden wir mit einem traumhaften Ausblick über Paris belohnt. Die Basilika war über die Sakristei barrierefrei zugänglich. Beeindruckend war besonders das Mosaik in der Basilika.

Als kulinarischen Abschluss aßen wir noch die sogenannten Croque Monsieur und Croque Madame. Beides ist ein Toast, wobei bei Croque Madame ein Spiegelei dazu serviert wird.
Die Crème brûlée, eine traditionelle, französische Süßspeise aus aromatisierter Eier-Sahne und einem knusprigen Karamellüberzug, hat ebenfalls gut geschmeckt.

Dann ging es auch schon zum Bahnhof und mit dem Zug nach Hause. Wir hatte ebenfalls eine direkte Verbindung. Der Einstieg in den Zug war leider wieder nicht barrierefrei. Mein Bruder hat den Buggy in den Zug hineingehoben. Währenddessen hat mir meine Mama, über die zwei Stufen in das Abteil, einsteigen geholfen.

Der drei Tagesausflug nach Paris war sehr anstrengend, aber auch sehr schön. Für eine größere Sightseeingtour benötigt man jedenfalls mehr als drei Tage.

In Paris haben wir keinen einzigen Adventmarkt gesehen, obwohl Vorweihnachtszeit war. Es gab jedoch viele Beleuchtungen in den Straßen und in den Blumengeschäften wurden Nordmanntannen verkauft.

Paris ist bis auf die Busse, S-Bahn und die Metro 14, nicht barrierefrei.
Aber die Pariser waren alle sehr nett und hilfsbereit, vor allem wenn man ein bisschen ihre Sprache sprechen konnte. Da mein Bruder Philipp französisch in der Schule lernt und Mama auch französisch kann, hat uns dies sehr geholfen. Es war für mich ein großes und außergewöhnliches Erlebnis.


(c) Sophie Peter mit Mama Martina und Bruder Philipp

https://de.m.wikipedia.org/wiki/Eiffelturm
https://de.wikipedia.org/wiki/Arc_de_Triomphe_de_l%E2%80%99%C3%89toile
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Louvre
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sacr%C3%A9-C%C5%93ur_de_Montmartre
https://www.google.com/amp/s/www.essen-und-trinken.de/amp/creme-brulee

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