Stadium I – frühe Stagnationsphase
In diesem Stadium kommt es zu einer Verlangsamung bis hin zur Stagnation der motorischen Entwicklung. Parallel dazu nehmen Aufmerksamkeit, Aktivitätsniveau und Umweltorientierung ab.
Das erste Stadium beginnt typischerweise zwischen dem 6. und 18. Lebensmonat und erstreckt sich über mehrere Monate.
Bis zum Beginn dieser Phase verläuft die frühkindliche Entwicklung in den meisten Fällen weitgehend unauffällig.
Die bis dahin erreichten Entwicklungsleistungen entsprechen in der Regel dem altersentsprechenden Niveau.
Viele Mädchen erwerben erste Sprachäußerungen, zeigen eine altersgemäße soziale Interaktion, nehmen selbstständig Nahrung zu sich und entwickeln grundlegende grobmotorische Fähigkeiten.
Im weiteren Verlauf kommt es zu einer Verlangsamung der psychomotorischen Entwicklung mit anschließender Stagnation.
Bereits erworbene Fähigkeiten bleiben zunächst erhalten, jedoch schreitet die altersentsprechende Weiterentwicklung nicht fort.
In der Regel besteht zum Zeitpunkt des Eintritts in die Stagnationsphase bereits die Fähigkeit zum freien Sitzen.
Grobmotorische Meilensteine wie Krabbeln, freies Stehen und Gehen werden verzögert erreicht oder bleiben eingeschränkt.
Komplexere motorische Fertigkeiten wie Rennen oder Klettern werden meist nicht erworben.
Parallel dazu zeigen sich eine Abnahme von Aufmerksamkeit, Aktivitätsniveau und sozialer Responsivität.
Das Interesse an der Umwelt nimmt ab, Spielverhalten und explorative Aktivitäten werden reduziert.
Ein zentrales klinisches Merkmal dieser Phase ist die beginnende Verlangsamung des Kopfumfangswachstums (postnatale Mikrozephalie). Diese Entwicklung kann sich zwischen dem 5. Lebensmonat und dem 4. Lebensjahr manifestieren und spiegelt eine gestörte Hirnreifung wider.
Zudem treten erste neuromotorische Auffälligkeiten auf, darunter eine muskuläre Hypotonie sowie unspezifische, diffuse Handbewegungen. Diese sind zunächst variabel, zeigen noch kein stereotypes Bewegungsmuster und treten parallel zur funktionellen Handmotorik auf.
