ÖRSG:Österreichische Rett-Syndrom Gesellschaft


Was ist das Rett-Syndrom?



Das Rett-Syndrom (RS) ist eine neurologische Störung, die bislang nur bei Mädchen beobachtet worden ist. Das Syndrom wurde zum ersten Mal 1965, vom österreichischen Kinderneurologen Dr. Andreas Rett, in einer deutschsprachigen medizinischen Veröffentlichung beschrieben. Wegen der relativ geringen Verbreitung des ersten Artikels blieb diese Erkrankung zunächst den meisten Ärzten unbekannt.
Eine Zusammenfassung dieses Syndroms von Dr. Bengt Hagberg in Schweden, sowie von Kollegen in Frankreich und Portugal wurde 1983 in einer weithin verbreiteten englischen Neurologie-Fachzeitschrift abgedruckt. Die medizinische Literatur verfügt nunmehr über Fallbeschreibungen von vielen verschiedenen ethnischen Gruppen überall auf der Welt.
Studien haben die Häufigkeit (Prevalenz) des Rett-Syndroms mit 1 auf 15.000 weiblichen Lebendgeborenen hochgerechnet. Das sind ca. 3-5 Mädchen pro Jahr in ganz Österreich.
Neue Erkenntnisse brachte die Identifizierung des Gens durch ein internationales Forscherteam im Jahr 1999.